
18.und 19.Tag meiner Radreise vom Ursprung des Rheins bis zu seiner Mündung (vor Rotterdam)

Kurz vor dem Meer
Räder,
Drehen Anhalten
Die Zeit.
Mit jeder Umdrehung.
Ein Stück näher und weiter.
Zugleich.
Tag für Tag.
Ankommen ist Losfahren.
Weit gespannte Flügel.
Überm Wasser.
Storch und Reiher.
Die satten Wiesen.
Körper, Wind.
Ungeduldiger Wolf.
Das Schreiben.
Chet Baker im Ohr.
Gleichmütiger Rhein.
Glückliches Alleinsein.
Begegnungen, Einsamkeit.
Stille, Tosen.
Nur Gegensatz in der Welt.
Nacht auf Wiesen.
Das Zelt lauscht,
Den Tieren im Wald.
Sicher sein,
Sich nach Hause denken vor dem Schlaf.
So viel Raum zwischen Himmel und uns.
Das kleine Fahrrad und Wolf.
Da vorne wartet der Ozean.
Bis zu diesem Augenblick
verfolgten wir
einen einzigen Tropfen.
Vom Eis eines Gletschers.
